Gerade im Rahmen des freiwilligen Engagements sind bestimmte (rechtliche) Standards zu beachten. So gibt es etwa Unterstützungsleistungen, die nur Fachleute erbringen dürfen. Für Laien*Laiinnen ist es deshalb wichtig, ihre Grenzen zu kennen und sie auch den Schutzsuchenden gegenüber deutlich zu machen. Das betrifft insbesondere die Rechtsberatung, die nur von Fachleuten geleistet werden kann. Häufig ist es allerdings unumgänglich, dass freiwillig Engagierte Detailfragen in individuellen Asylverfahren oder auch in sonstigen aufenthalts- oder sozialrechtlichen Belangen beantworten, etwa wenn es in ihrer Region keine Fachberatungsstelle gibt.
Neben rechtlichen, sind insbesondere auch individuelle Kompetenz- und Belastungsgrenzen zu beachten. Viele Schutzsuchende sind traumatisiert, benötigen psychologische Betreuung oder haben besondere Bedürfnisse. Dies können nur Fachleute erfüllen.
Daneben haben Ehrenamtliche Vorgaben des Datenschutzes zu beachten, da die Speicherung, Verbreitung und Weitergabe persönlicher Daten wie Name, Religion, Gesundheitszustand sowie biografische Fakten nur mit ausdrücklicher Zustimmung der betroffenen Person erlaubt ist. Zudem unterliegen Freiwillige zwar keiner beruflichen, jedoch einer ethischen Verschwiegenheitspflicht, da sie alle Informationen im Rahmen eines Vertrauensverhältnisses erhalten.
Freiwillig Engagierte sind häufig auf den Zugang zu Flüchtlingsunterkünften angewiesen und haben in der Regel auch ein Anrecht darauf. Nach der sogenannten Aufnahmerichtlinie der EU darf der Zugang nur aus Gründen der Sicherheit der betreffenden Räumlichkeiten oder der Schutzsuchenden eingeschränkt werden.
Stand: November 2022
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